Ca. 140 km nördlich von Berlin liegt im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns die Müritz, ein See mit einer größten Länge von 28 km und einer Breite von 13 km. Mit einer Fläche von 115 km² ist sie nach dem Bodensee der zweitgrößte See Deutschlands. Die durchschnittliche Tiefe misst ca. 6 m und die größte Tiefe ca. 30 m. Die Müritz bildet die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Mit 17 Schleusen ist die Müritz durch die Müritz-Elde-Wasserstraße bei Dömitz mit der Elbe verbunden und durch 14 Schleusen über die Müritz-Havel-Wasserstraße mit Berlin. 1910 bestellte Reeder Krause aus Neuruppin bei der Gebrüder Wiemann-Werft in Brandenburg für die Ruppiner Seelandschaft einen kombinierten Schlepp- und Passagierdampfer den er nach dem Schriftsteller Fontane (1819 - 1898), Sohn der Stadt Neuruppin, benannte.
Technische Daten des Dampfers:
1918 verkaufte Reeder Krause den Dampfer an Paul Krüger aus Röbel, der den Dampfer zur Müritz brachte. Der Schiffsname wurde beibehalten. Der neue Dampfer sollte die KARL- MARIE ersetzen und am 9.Juli 1918 bittet man beim Magistrat der Stadt Röbel um Bestätigung des Fahrplanes Röbel-Waren. Foto links: Wie weiße
Schwäne, die Dampfer KARL-MARIE und FONTANE an
der Dampferbrücke in Röbel. Die FONTANE war für 220 Passagiere zugelassen und konnte bei abgetakelter Reling achtern über einen Schlepphaken bis zu acht Frachtkähne ziehen, denn die Sommer waren kurz und so mussten Schleppdienste das Fahrgeschäft rentabel halten.
Auch ein Rettungsboot,
achtern mit zwei Davids aussetzbar, wurde ab 1935 nicht mehr gefahren.
Links im Bild Steuermann, Heizer und Maschinist Petermann in seinem Element. ( Für Großbild anklicken )
Im Vorschiffsbereich stand die
Handkurbelwinde für den 4-Flunkenanker der an einem David außenbords hing
und
über der Ankerwinde war an einem Bügel die Schiffsglocke aufgehängt. Am
vorderen Schanzkleid war hinter der Ankerklüse beidseitig ein mit
Ornamenten verbrämter springender Löwe (Eisenguß-vergoldet) angebracht, die
unverkennbare Bugzier der FONTANE. |