Dauerausstellung im Elbschiffahrtsmuseum Lauenburg komplett

 

Mit dem neuen und vorläufig letzten Teil zeigt das Haus an der Elbstraße 59 nun eine in sich abgeschlossene Dauerausstellung über die gesamte Geschichte von Schiffbau und Fertigung an der Elbe. In den Vorjahren waren bereits vorab die beiden Bereiche „Wertstandorte“ und „Konstruktion“ in separaten Räumen eingerichtet und der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Der jetzt ebenfalls zu besichtigende umfangreiche dritte Part dokumentiert detailliert die interessante Entwicklung des Schiffbaus während der vergangenen hundert Jahre. Zum Beispiel mussten einst sämtliche Einzelteile in der Halle angezeichnet, gelocht oder gebohrt, dann an Bord gebracht, angepasst und bei Bedarf zur Nacharbeit noch einmal zurück in die Werkstatt transportiert werden. Die Einführung der Schweißtechnik bedeutete eine regelrechte Revolution im Bereich der gesamten Fertigungstechnologien.

Für Laien besonders sehenswert, da kaum bekannt, ist die Darstellung des „Schnürbodens“. Auf dieser mehrere hundert Quadratmeter großen stützenlosen Fläche über der Schiffbauhalle wurden früher die Linien des zu bauenden Schiffes nach den Vorgaben des Konstruktionsbüros im Maßstab eins zu eins aufgerissen. Heute liefern die Konstrukteure die EDV-Daten direkt an die Bearbeitungsmaschinen.

Informationen über den Wandel im Bereich „Arbeitszeiten“ – Ende des 19. Jahrhunderts  war die heute übliche 35-Stunden-Woche noch unvorstellbar – runden die von Schiffbauexperten konzipierte und installierte Dauerausstellung ab.

Schwarz-Weiß-Bilder dokumentieren das Nieten der Metallteile

Die Schweißtechnik hat den Schiffbau revolutioniert.

 

Besonders für Laien interessant ist das Großfoto vom „Schnürboden“.

Alle Fotos: A. Wisser

Das Elbschiffahrtsmuseum Lauenburg (Tel. 04153-599935, Fax –550754) ist bis zum 31. Oktober täglich durchgehend zwischen 10 und 17 Uhr, anschließend bis 28. Februar mittwochs, freitags, sonnabends und sonntags jeweils zwischen 10 und 13 sowie 14 und 16.30 Uhr geöffnet.

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