Der Dampfkessel des KAISER
WILHELM wird mit Kohle gefahren und wie bereits erklärt, liegen die
Kohlenbunker rechts und links zwischen Kessel und Bordwand.
An die 25-50 t Steinkohle werden pro Großeinkauf per Sattelschlepper
angeliefert und in Lauenburg am Lösch- und Ladeplatz in unsere
Kohlenschute PAULINE gekippt. Die Kohlenschute gehört ebenfalls dem Verein
zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums und wird wie der
KAISER WILHELM aus den Fahrerlösen gewartet und unterhalten.
Drei bis vier mal pro Jahr wird gebunkert. Dazu wird die
PAULINE von Schleppern der Hitzler-Werft in Lauenburg neben den KAISER
WILHELM verholt.
Liegt die Kohlenschute
PAULINE längsseits, werden Holzbohlen verlegt und
die "Bunkercrew" kann loslegen. Seit mehr als 25 Jahren liegt das
Bunkern fest in der Hand der Seniorenmannschaft des Fußballvereins
"Eintracht Elbmarsch" mit Jürgen Land aus Drage als Organisator.
An Deck sind beidseitig neben dem Kessel
jeweils 3 Kohleluken oberhalb der Bunker angeordnet. Im rechten Bild kippt Decksmann
Reinhardt Knobelsdorf/ Lauenburg seine Kohlenladung darüber aus und
Steuermann Uwe Todt/ Hohnstorf schiebt die Kohle nach.
Auf der anderen Seite übernimmt Dr. E.
Schmidt die Befüllung. Mit der so genannten Schleuse, ein Heizerwerkzeug
um Schlacke vom Rost zu brechen, wird nachgestochert (rechtes Bild) um
möglichst auch die Hohlräume im Bunker bis zur Decke zu füllen.
-und es wird weiter geschaufelt. Heute am
Mi. d. 31.7.02 wurden ab 17 h bei schönstem Wetter und 27°C im
Schatten insgesamt 120 Karren gebunkert, das sind ca. 6,6 t Steinkohle.
Danach wurden von den Damen der Kombüse leckere Butterbrote zur
Stärkung gereicht und zur Abkühlung nahmen einige auch ein Bad in der Elbe.
Einmal um den KAISER schwimmen klappte heute leider nicht, die Strömung war
zu stark.